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Hymnal, Number:dhll1792
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Ich folge dir bis an dein Kreuze hin

Appears in 1 hymnal Lyrics: 1 Ich folge dir bis an dein Creutze hin, weil ich in dich, mein' Lieb! verliebet bin. O stilles Lamm! ich such dein sanftes Wesen, und hab zur Kron die Jungfrauschaft erlesen. 2 Ach bilde dir ein zartes Lamm aus mir! ja schlachte mich zum reinen Opfer dir! ach wasche mich schneeweiß, wie reine Wolle! mach mich nur stumm, wenn ich was leiden solle. 3 Laß nimmer nicht dem alten Adam Ruh, und führ ihn frisch zu deinem Altar zu, bind deinem Kind, dem Isaac, Füß und Hände, bis alles sich ganz zur Vernichtung wende. 4 So werd ich dir als Lamm und Jungrau seyn, und, wie du bist, als Lamm und Jungrau rein, und dir in Lieb dort überall nachgehen; wiewohl es auch noch hier schon soll geschehen. 5 Ach mache mich nur recht jungfräulich rein, ein fältig, schlecht, unwissend, ohn' Betrug, keusch, unbefleckt, gehorsam treu und klug, und laß mich ganz nach deinem Sinne seyn. 6 Wie schön will ich zur Hochzeit gehen ein, wenn ich so werd von dir bereitet seyn! O stilles Lamm! gib mir dein sanftes Wesen, weil ich zur Kron die Jungfrauschaft erlesen.
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Jerusalem, du Gotte-Stadt!

Appears in 12 hymnals Lyrics: 1 Jerusalem, du Gottes-Stadt! wie schon bist du gebauet; von edelsein ist dein Zierath, mit Gottes Wort gemauret; auf zwölff Gründe ist sie gestellt, ja unserm Gott siw wohl gefällt. 2 Die Namen der Apostle Zahl, sind auf den Grund geschrieben; sie stehn ums Laume allzumal, weil sie ihm treu geblieben: sie sind die Zierde dieser Stadt, weil sie das Lamm erwählet hat. 3 Die Stadt die ist ganz unbefleckt, ihr Länge und die Briete; sie liegt gar schön im Viere-Eck, die Näh und auch die Weite; das Maaß ist gar ein' grosse Zahl, ja tuasend, tausend, tausend mal. 4 O schöne Stadt von Edelstein, die deine Mauren zieren; wie gibst du einen hellen Schein, herrlich thust dich aufführen, mit grossem Schmuck und mit Saphir kommst du nun prächtiglich herfür. 5 Man findet da kein Temple mehr von Menschen Hand gebauet, dann unserm Gott bleibt ganz die Ehr, das Lamm ird nur geschauet, vor dem sich beugen alle Knie, es sey im Himmel oder hie. 6 Die Stadt bedarf der Sonne nicht, des Monden Schein dergleichen, GOTT selbsten drinnen ist ihr Licht, da muß die Sonne weichen; das Lamm ist selbsten die Latern, es leuchtet in der Näh und Fern. 7 Die Heiden die durch Glaub und Treu zur Seligkeit gekommen, die wand'len ih ihrem Lichte frey, sie sind dort aufgenommen; der Kön'ge Herrlichkeit und macht, wird noch auf Erd in sie gebracht. 8 Die Pforten sind nicht zugemacht, sie sind nicht zugeschlossen; sie stehen offen Tag und Nacht, für's Lammes Bunds-Genossen: die Ihm gefolget früh und spat, die gehn in solche schöne Stadt. 9 Ja aller Heiden Herrlichkeit thut man allda hinbringen, man hört von nichts als lauter Freud und Halleluja singen, in solcher freyen off'nen stadt, dieGott zum Lob erwählet hat. 10 Es darf doch nichtes geh'n hinein, das Greuel thut und Lügen; was sich macht mit der Welt gemein, thut sich nur selbst betrügen; und die im Buch des Lammes stehn, die dörfen frey zur Stadt engehn. 11 Herr Jesu Christ, o Gottes Lamm! Du hast uns auch erkauset, für uns gestorb'n am Creutzes-Stamm, mit deinem Blut getaufet; ach! mach uns würdig und bereit, zu solcher grossen Herrlichkeit. 12 Laß ja doch keins von uns zurück, die wir noch wall'n auf Erden; mach du uns all darzu geschickt, zu Steinen die da werden, an dieser Stadt zur Zierde seyn, und dörfen gehen aus und ein.
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Jesu nimm den Sinn

Appears in 1 hymnal Lyrics: 1 Jesu nimm den Sinn, nimm mein Alles hin, in der süssen Liebes-Willen, da die Seegens-Ströme quillen, in dein blutend Herz, unter allem Schmerz. 2 Ewig treuer Freund, der mich redlich meynt, unveränderliche Liebe, voll geheimer Gnaden-Triebe, führ im Herzens-Haus, deine Fürhrung aus. 3 Niemand liebet dich, also lediglich, daß nicht deine Liebe grösser, daß man dich nicht mehr noch besser lieben kont, und solt, wenn man immer wolt. 4 Rüste mich doch zu, zu der stolzen Ruh, da die Deinen ewig hausen, ohne Weltgetöß und Brausen, in der Gnaden-zeit, mache mich bereit. 5 Jesu russe mich, so ereil ich dich, meiner Seele Herr und König, wär es dir nicht noch zu wenig, wenn ich dir aus Trieb, Leib und Seel verschrieb. 6 Eile näher her, mache leicht was schwer, und weil dine wahre Brüder, beym Verlust der Leibes-Glieder froh und frölich seyn. Warum wolt ich schrey'n? 7 Ihne meinem Lauf, eine Thüre auf, mache mein Gemüthe völlig, deinem Herzen wohlgefällig, laß mich fleissig seh'n, was on mir gescheh'n. 8 Träufle Gnad und gab, aus der Höh herab, deine Liebe ist unendlich, und ich war doch unerkenntlich, bis mich deine Lieb, erst ins Creutze trieb. 9 Also fahre fort, Lieb! und schone dort, mache mich recht unzertheilig, und an Lieb und Seele heilig, und erkenne mich jezt und ewiglich.
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Jesus Christus, Gottes Sohn

Appears in 1 hymnal Lyrics: 1 Jesus Christus Gottes Sohn, dir sey Lob und Ehr gegeben! der du sitzest auf dem Thron, un den tausend Engel schweben, welcher heil'gen Wächter Zahl man zehlt zehen tausend mal. 2 Herr! Herr, segne die Gemein, die du durch dein Blut erworben, laß uns Herr gesegnet seyn, der du bist für uns gestorben, dann du hast uns selbst erwählt, und zu deinem Volk gezählt. 3 Herr, behüte Ruf und Stand, deiner Schäfflein, deiner Glieder werde ihnen recht bekant; und versammle sie bald wieder, durch den Namen deiner Kraft, stärke sie zur Ritterschaft. 4 Herr, erheb dein Angesicht! Gib uns deinen Gottes-Frieden, und laß deiner Augen Licht, leuchten stets in unsrer Mitten. Führe deine Schäfelein, selbsten treulich aus und ein!
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Mein Herz, ein Eisen grob und alt

Author: Gerhard Tersteegen Appears in 2 hymnals Lyrics: 1 Mein Herz, ein Eisen grob und alt, so hart so kalt, so ungestallt; der Haus-Herr kan mich so nicht brauchen: Die Liebe soll mein Feuer seyn; durchs Bäten komm ich da hinein: ich halte still, und laß es rauchen. 2 Bläs't dann der sanfte Liebes-Wind, so wird das Herz in Lieb entzündt; ich halte still, und laß es glüen: des Eisens Schwärze muß vergehn, es wird allmählich weich und schön; so glüend man's heraus mag ziehen. 3 Der Sterbens-und Verläugnungs-Weg, der Am boß ist, d'rauf ich mich leg; da fängt der Meister an zu schlagen: des Meisters Arm gibt Schlag auf Schlag, das weiche Eisen giebet nach, es läßt sich wenden, krümmen, plagen. 4 Es will sich doch nicht geben recht; drum ruft der Meister einen Knecht, der vorschlägt mit dem groben Hammer: Der gute Freund und Helfers-Mann gibt tapfre Schläg so gut er kan! schlag zu! so komm ich aus dem Jammer. 5 Des Meisters Hand lenkts alles wohl, das jener schlägt, da wo er soll, und wie es zur Gestaltung nütze: bald legt er's nieder in die Glut; bald geht das Schmieden wieder gut; die Schläge folgen auf die Hitze. 6 In Feuer schien das Eisen schön; da dacht ich: Nun ist's bald gesceh'n; indem ward Feu'r und Glanz entzogen: Da war mein Eisen schwarz und kalt, noch gar zu roh in der Gestalt; da sah' mein Hoffen sich betrogen. 7 Am Feil-Brett innrer noth und pein man schraubte mich so kalt hinein; man klemte mich, um nicht zu weichen! Man strich mit scharfer Feile kühn, da flog so viel unnützes hin; drauf mußte man's ins Feine streichen. 8 Mein Meister, du verstehst die kunst: regier mich so, polier mich sonst; werd ich nur endlich dir anständig, doch hilft kein fein polierter Glanz; nicht übernein, durchgüldet ganz sey Herz und all's, und Feu'rbestandig.
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Jauchzet ihr Himmel! frolocket ihr Englische Chören!

Appears in 38 hymnals Lyrics: 1 Jauchzet ihr Himmel, frolocket ihr Englische Chören! singet dem Herren, dem Heiland der Menschen zu Ehren! sehet doch da, Gott will so freundlich und nah zu den Verlohrnen sich kehren! 2 Jauchzet, ihr Himmel! frohlocket ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud Wird uns verkündiget heut: freuet euch Hirten und Heerden! 3 Sehet diß Wunder! wie tief sich der Höchste hier beuget; sehet die Liebe! die endlich als Liebe sich zeiget: Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd: alles anbätet und schweiget. 4 Gott ist im Fleische! wer kan diß Geheimniß verstehen? hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen: Gehet hinein, macht euch dem Kinde gemein, die ihr zum Vater wolt gehen. 5 Hast du dann, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du wilt dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken; Solt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin, und sich in Demuth ersenken? 6 König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde! Dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde: Du solt es seyn, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 7 Süsser Immanuel! werd' auch geboren inwendig; Komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger elendig; Wohne in mir, mach mich ganz eines in dir, und mich belebe beständig. 8 Menschen-Freund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben; Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben, Gib mir auch bald, Jesu, die Kinder-Gestalt, an dir alleine zu kleben!
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Der Herr uns segne und behüt

Appears in 7 hymnals Lyrics: Der Herr uns segne und behüt, und laß sein Antlitz leuchten, über uns; und mit seiner Güt und Gnade uns erzeigen: Der Herr erheb sein Angesicht und schenk uns seins Friedenslicht; durch Jesum Christum, Amen!
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Der Tag ist hin

Appears in 10 hymnals Lyrics: 1 Der Tag ist hin mein Geist und Sinn sehnt sich nach jenem Tage, der uns völlig machen wird frey von aller Plage. 2 Die Nacht ist da, sey du mir nah, Jesu, mit hellen Kerzen: Treib der Sünden Dunkelheit weg aus meinem Herzen. 3 Der Sonnen Licht uns jetzt gebricht: O unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht herfür, mir zur Freud und Wonne. 4 Des Monden Schein fällt nun herein, die Finsterniß zu mindern; Ach! daß nichts Veränderlichs meinen Lauf möcht hindern. 5 Das Sternen-Herr zu Gottes Ehr am blauen Himmel wimmert! wohl dem, der in jener Welt gleich den Sternen schimmert. 6 Was sich geregt und vor bewegt, ruht itzt von seinen Werken: laß mich, Herr, in stiller Ruh dein Werk in mir merken. 7 Ein jeder will, bey solcher Still der süssen Ruhe pflegen: laß die Unruh dieser Zeit, Jesu, bald sich legen. 8 Ich selbst will auch, nach meinem Brauch, nun in meine Bettlein steigen: laß mein Herz zu deinem sich Als zum BettLWIN neigen. 9 Halt du die Wach, damit kein Ach und Schmerz den Geist berühre, sende deiner Engel Schaar, die mein Bettlein ziere. 10 Wenn aber soll der Wechsel wohl der Tag' und Nächte weichen? wenn der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu gleichen. 11 In jener Welt, da diese fällt, die Zion noch macht weinen, soll nach heller siebenmal Mond und Sterne scheinen. 12 Alsdenn wird nicht der Sonnen Licht Jerusalem verliern: denn das Lamm ist selbst das Licht das die Stadt wird zieren. 13 Halleluja! Ey wär ich da, da alles lieblich klinget, da man ohn Abwechselung heilig, heilig singet? 14 O Jesu du, mein Hülf und Ruh! laß mich dahin gelangen, daß ich mög in deinem Glanz vor dir ewig prangen.
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Denket doch ihr Menschen-Kinder

Appears in 55 hymnals Lyrics: 1 Denket doch ihr Menschen-Kinder, an den letzten Todes-Tag; denket doch, ihr frechen Sünder, an den letzten Glocken-Schlag. Heute sind wir frisch und stark, morgen füllen wir den Sarg, und das Ansehn das wir haben, wird zugleich mit uns begraben. 2 Doch, wir drummen Menschen sehen nur was in die Augen fällt; was nach diesem soll geschehen, bleibt an seinen Ort gestellt. An der Erden kleben wir, leyder! über die Gebühr; aber nach dem andern Leben will der Geist sich nicht erheben. 3 Wo ihr euch nicht selber hasset, ach so legt die Thorheit ab, was ihr thut und was ihr lasset, so gedenkt an euer Grab. Ewig Glück und Ungelück hangt an einem Augenblick, niemand kan uns Bürgen geben, daß wir Morgen noch erleben. 4 Ungewissenhafte Leute zittern für der Todes-Pein, gute Christen wollten heute lieber aufgelöset seyn, denn sie wissen, daß der Tod ist ein Ausgang aller Noth, und gemahlte Todten-Köpfe, sehn sie an als Blumen-Töpfe. 5 Vor der Sünde soll man zittern, weil sie Gottes Zorn entzündt; aber nicht vor Leichen=Bittern, welches gute Boten sind. Einmal müssen wir daran, lieber bald darzu gethan, laßt uns lernen sterben, daß wir morgen nicht verderben. 6 Was hilft doch ein langes Leben, ohne Buß und Besserung? wer nicht will nach Tugend streben, ach, der sterbe lieber jung. Uns're Bosheit nimmt nicht ab, sondern mehrt sich bis ins Grab; wird man frey von Sünden nimmer, wird man alle Tage schlimmer. 7 Daß doch nur ein Tag des Lebens mögte frey von Sünden seyn! doch mein Wünschen ist vergebens, unter uns ist neimand rein. Beicht und Abendmahl genung, doch wo bleibt die Besserung? Scherz habt ihr mit Gott getrieben, und seyd unverändert blieben. 8 Langes Leben, grosse Sünde, grosse Sünde, schwerer Tod; lernet das an einem Kinde, dem ist Sterben keine Noth. Selig, wer bey guter Zeit sich auf seinen Tod bereit't, und so oft die Glocke schläget, seines Lebens Ziel erwäget. 9 Eine jede Kranken-Stube kan uns eine Schule seyn: fährt ein andrer in die Grube, warlich ihr müßt auch hinein; stehst du auf, so sprich zu Gott: heute kommt vielleicht der Tod. Legst du dich, so führ im Munde: Heute kommt vielleicht die Stunde. 10 Stündlich sprich: In deine Hände, Herr! befehl ich meinen Geist, daß euch nicht ein schnelles Ende unverhofft von hinnen reißt. Selig, wer sein Hauß bestellt: Gott kommt oft ohnangemeldt, und des Menschen Sohn erscheinet, zu der Zeit, da man's nicht meynet. 11 Das Gewissen schläft im Leben, doch im Tode wacht es auf, da sieht man vor Augen schweben seinen ganzen Lebens-Lauf. Alle seine Kostbarkeit gäbe man zur selben Zeit, wenn man nur geschehne Sachen, ungeschehen könte machen. 12 Darum brauche deine Gaben dergestalt in dieser Zeit, wie du wünscht gethan zu haben, wenn sich Leib und Seele scheidt. Steben ist kein Kinder-Spiel: wer im Herren sterben will, der muß erstlich darnach streben, wie man soll im Herren leben. 13 Diese Welt geringe schätzen, allen Lastern widerstehn, an der Tugend sich ergötzen, willig Gottes Wege gehn, wahre Lebens-Besserung, stete Fleisches-Züchtigung, sich verläugnen, und mit Freuden Schmach um Christi willen leiden. 14 Das sind Regeln für Gesunde, da man Zeit und Kräfte hat, in der letzten Todes-Stunde ist es insgemein zu spat. Krankheit gleicht der Pilgrimschaft, keines gibt dem Geiste Kraft, beydes macht die Glieder müde, und verstöhrt den Seelen-Friede. 15 Trauet nicht auf Seelen-Messen, die man den Verstorbnen hält, Todte werden bald vergessen, und der Baum liegt wie er fällt, Ach bestellt selbst euer Hauß, machet hier die Sachen aus, fremde Bitten und Gebäte kommen hinten nach zu späte. 16 Sucht Gott selber zu versöhnen, greiffet selbst nach Christi Blut, kein Gebäte wird euch dienen, das man nur zur Fröhne thut. Denkt ihr selber in der Zeit nicht an eure Sterblichkeit, warlich, in der Grabes-Höle sorgt kein Mensch für eure Seele. 17 Jetzund ist der Tag des Heiles, und die angenehme Zeit, aber leider! meistentheiles lebt die Welt in Sicherheit. Täglich rufft der treue Gott, doch die Welt treibt ihren Spott, ach die Stunde wird verfliessen, und Gott wird den Himmel schliessen. 18 Da wird mancher erst nach Oehle, bey des bräut'gams Ankunst gehn, und da wird die arme Seele vor der Thüre müssen stehn, darum haltet euch bereit, füllt die Lampen in der Zeit, sonst erschallt das Lied am Ende: Weicht von mir, ihr Höllen-Brände. 19 In dem ganzen Bibel-Buche kommt mir nichts so schrecklich für, als die Worte von dem Spruche: Ihr Verfluchten, weicht von mir. Seelig, wer davor erschrickt, eh er noch den Tod erblickt. Furcht und Zittern hier auf Erden schafft daß wir dort seelig werden. 20 Hier in lauter Freude schweben, macht im Tode lauter Noth; aber auf ein traurig Leben folgt ein freudenreicher Tod. Drum mit dieser Welt hinweg, achtet sie für Koth und Dreck, und erhebet eure Sinnen, daß sie Christum lieb gewinnen. 21 Tödtet eure bösen Glieder, creutzigt euer Fleisch und Blut; drückt die böse Lüst darnieder, brecht dem Willen seinen Muth; werdet Jesu Christo gleich, nehmt sein Creutz und Joch auf euch; daran wird euch Christus kennen, und euch seine Jünger nennen. 22 Auf ein langes Leben harren, da man täglich sterben kan, das gehört vor einen Narren, nicht vor einen klugen Mann. Mancher spricht bey Geld und Guth: Liebes Herz, sey wohlgemuth; und in vier und zwanzig Stunden ist die Seele schon verschwunden. 23 Ach wie ofte hört man sagen, daß ein Mensch entleibet sey; Ach wie mancher wird erschlagen, oder bricht den Hals entzwey; Einen andern rührt der Schlag wohl im Sanf-und Spiel-Gelag; mancher schlummert ohne Sorgen, ind erlebet nicht den Morgen. 24 Feuer, Wasser, Luft und Erden, Blitz und Donner, Krieg und Pest, müssen unsre Mörder werden, wenn es Gott geschehen läßt; niemand ist vom Tode frey, nur die Art ist mancherley, ins gemein sind unsre Stunden als ein Schatten-Werk verschwunden. 25 Nach Verfliessung dieses Lebens hält Gott keine Gnaden-Wahl. Jener Reiche rief vergebens, in der Pein und in der Quaal. Fremdes Bitten hilft euch nicht, und wer weiß, obs auch geschicht: also fallt in wahrer Busse eurem Gotte selbst zu Fusse. 26 Sammlet euch durch wahren Glauben, einen Schatz der ewig währt, welchen euch kein Dieb kan rauben, und den auch kein Rost verzehrt. Nichts ist Ehre, nichts ist Geld, Nichts ist Wollust, nichts ist Welt, alles Trachten, alles Tichten, muß man auf die Seele richten. 27 Freunde machet euch in Zeiten mit dem Mammon, den ihr habt; lasset von bedrängten Leuten keinen Menschen unbegabt. Christus nimmt die Wohlthat an, gleich als wär es ihm gethan, und der armen Bettler Bitten hilft euch in des Himmels Hütten. 28 Euer Wandel sey im Himmel, da ist euer Bürger-Recht. Lebt in diesem Weltg-Getümmel, unbekant, gerecht und schlecht, flieht vor aller Sclaverey, machet eure Seele frey, daß sie sich in Gott erhebet, und hier als ein Fremdling lebet. 29 Diese Gnade zu erlangen, sparet das Gebäte nicht; netzt mit Thränen eure Wangen, biß daß Gott sein Herze bricht. Rufet Jesu Christo nach, wie er dort am Creutze sprach: Vater, nimm an meinem Ende Meine Seel in deine Hände.
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Der bitt're Kelch und Myrrhen Weine

Appears in 5 hymnals Lyrics: 1 Der bitt're Kelch und Myrrhen Weine schmeckt einem Christen gut, der kämpfet bis aufs Blut: die Prob versüßt des Creuzes Peine, dieweil man da findt lauter Sachen, die Frieden machen. 2 Ein Christ weiß länger nicht zu sagen, als nur von einer Stund, daß Leiden ihn verwundt: und läßt Gott and're Kost vortragen, daß er im Frieden kan genesen, so ists vergessen. 3 Doch muß der Glaub die Probe halten, daß nicht entfall der Muth, wenn er mit Fleisch und Blut zu kämpfen hat auch dergestalten: daß er sich findet aller Maaßen ganz seyn verlassen. 4 Ein Kämpfer der einmal gesetzet sein Theil zu diesen Spiel, dem ist es nie zu viel, wenn er gleich in dem Kampf verletzet: er hat ha schon zuvor wein Leben ganz hingegeben. 5 Die Rutter-Krone muß doch werden den treuen Kämpfern dort, nach dem Verheissungs-Wort: weil sie in allen den Beschwerden, wo sie sich einmal zu verschrieben, sind true geblieben. 6 Blut, Feuer, Aengste, Hitz und Schläge sind oft, anstatt der Beut, den Kämpfern zubereit, und wenn noch wird im Herzen rege der alt' und böse Greu'l der Sünden, muß überwinden. 7 Ein Kämpfer, der zur Fahn geschworen, und sich ganz geben hin, daß er im Kampf gewinn den Sieg, wodurch er auserkohren, zu tragen in des Himmels-Throne die göld'ne Krone. 8 Drum muß den Kämpfern doch gelingen, wie es auch gehen thut, fältt ihnen nicht der Muth: wer will den alten Feind bezwingen, der muß auch in des Todes Rachen nur seiner lachen. 9 Dein noch gefällt sein eigen Leben, der bleibe nur zu Haus, er hält den Kampf nicht aus: denn diß muß man zu erst hingeben, eh man sich denkt in Kampf zu wagen, den Feind zu schlagen. 10 Wie viele seynd zu Schanden worden, die statt die Sieges-Kron bekleidt mit Spott und Hohn: weil sie die rechte Krieges-Orden verachtet, und ihr' eigne Sachen nur thäten machen. 11 Wer Jacob will im Kampf nachgehen, daß er Israels Nam ererb aus seinen Stamm: muß Weib und Kinder lassen stehen, so kan er in dme Kampfe-Ringen Gott selbst bezwingen. 12 Und kan den neuen Namen tragen, so heisset Israel, weil er in diese Stell getreten, und den Kampf thüt wagen: drum ist er auch im rechten Wesen in Gott genesen. 13 Nun thut die Gnaden-Sonn aufgehen nach einer schwarzen Nacht, die er hat zugebracht vor Gott im Kampf mit vielem Flehen, da seine Härtigkeit gebrochen, und ward gerochen. 14 So wird die Treu mit Gott belohnet, der nicht im Kampf erweicht, bis daß er hat erreicht: daß GOTT nun selber bey im wohnet und macht, daß auch selbst die Feinde nun werden Freunde. 15 Lob, Preiß und Dank sey dem gesungen, der mir erworben hat die Fülle seiner Gnad: so daß es mir bisher gelungen: Er wolle mich nun ferner führen, und selbst regieren. 16 Zu gehen fort auf rechten Wegen, die lauter find und rein, ohn allen Trug und Schein: bis daß ich mich werd niederlegen, und gänzlich von der Last der Erde entbunden werde.

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